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„Europas Zukunft gestalten!“ – David McAllister begeisterte bei Dreikönigstreffen

Maria Laach. Einen ganz besonderen Gast konnte die Junge Union (JU) Koblenz-Montabaur bei ihrem diesjährigen Dreikönigstreffen begrüßen, das in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit dem CDU-Bezirksverband stattfand. Der Landesvorsitzende der CDU Niedersachsen, David McAllister, hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt als designierter Spitzenkandidat der CDU Deutschlands zur Europawahl 2014.

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McAllister redete kurzweilig und positiv im Hinblick auf die kommende Europawahl, gab aber auch einen selbstkritischen und ehrlichen Rückblick auf die Niedersachsenwahl im vergangenen Jahr, die eines der knappsten Wahlergebnisse in der Landes- und Bundesgeschichte hervorgebracht hatte. Kritisch stelle er im Rückblick fest, dass an einigen Stellen notwendige und möglicherweise entscheidende Prozente verloren gingen.

Beim Thema „Europa“ merkte man ihm an, dass dieses für ihn eine Herzensangelegenheit ist. Von Geburt an sei er von der europäischen Idee fest überzeugt gewesen. Als Sohn eines schottischen Soldaten und einer deutschen Mutter habe er früh die Einflüsse beider Länder erfahren können. „Die Schotten sind die europäischsten Bewohner Großbritanniens, antieuropäische Parteien haben dort keine Chance!“, stellte er zufrieden fest. Da die CDU als die deutsche Europapartei hier stets klare Positionen vertreten habe, habe er keinen Moment gezögert, den Schritt zur Kandidatur für das Europäische Parlament zu wagen. Besonders freue ihn, seine erste Rede als Spitzenkandidat der CDU Deutschlands im Heimatland des großen Europäers Helmut Kohl zu halten. Die von ihm geprägte CDU Anfang der 80er Jahre habe ihn zum Beitritt in die Unionsfamilie bewegt.

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Ganz wichtig für ihn und die CDU sei die Beibehaltung des Subsidiaritätsprinzips, dass auch in einem geeinten Europa möglichst viel vor Ort selbst geregelt werden solle, und nur bei nachweislich größerer Kompetenz Verantwortung an übergeordnete Ebenen abgegeben werden müsse. „Vieles ist in der EU bereits geregelt worden. Viel Sinnvolles, was das Leben der Menschen grenzübergreifend erleichtert!“, so McAllister. Viele Fragen müssten und sollten aber gar nicht in Brüssel oder Straßburg beantwortet werden, das könnten die Menschen vor Ort viel besser für sich entscheiden: „Es geht nicht um eine Mehr an Europa, sondern in aller erster Linie um ein besseres Europa.“

Der Euro habe sich trotz aller Unkenrufe als gemeinsame Währung bewährt, und gerade wir Deutsche hätten ein hohes Interesse an seinem Erhalt. Alle die, die nun angebliche Alternativen zu präsentieren hätten, solle man im Detail studieren. „Wo soll denn zum Beispiel Frankreich bei einem Nord- oder Südeuro verortet werden?“, fragte er die Anwesenden. Nach fiskalischen Maßstäben eher südlich geprägt, stelle eine Trennlinie zwischen Deutschland und Frankreich Erfolge eines halben Jahrhunderts, beginnend bei Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, in Frage: „Die europäische Einigungsgeschichte war ein Erfolg und soll es auch in Zukunft bleiben!“, so McAllister. Wichtig sei ihm deswegen auch der Verbleib Großbritanniens in der EU als Vertreter einer liberalen Wirtschaftsordnung. Hier werde er beim von der Regierung Cameron angekündigten Volksentscheid klar seine Stimme für Europa erheben. Man brauche sich nur die Bevölkerung Europas im Weltmaßstab anzuschauen, um zu sehen, wie wichtig ein geschlossenes Auftreten für die Errungenschaften der westlichen Gesellschaft sei.

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Mit Blick auf die Europawahl am 25. Mai stellte McAllister leidenschaftlich und unmissverständlich seine Position gegenüber Europa-Kritikern dar: „Es geht bei dieser Wahl um die wesentliche Frage, wollen wir weiter für Europa arbeiten oder schmeißen wir die die europäische Union einfach weg? Ich werde nicht zulassen, dass Chaoten vom rechten und linken Rand die europäische Idee zerstören!“

Abschließend bedankte sich McAllister für die Einladung nach Maria Laach und sagte, dass er besonders gerne zur Jungen Union gekommen sei, da die jungen Menschen mit einem neuen Schwung für Europa begeistert werden müssten. Hier entscheide sich auf Dauer die Zukunft Europas.

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