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Bezirksausschuss diskutierte über Schule der Zukunft

JU Koblenz-Montabaur diskutierte über Bildung – Laura Plitzko für Deutschlandrat nominiert

Neuwied. „Schule der Zukunft“, unter diesem Thema stand der diesjährige Bezirksausschuss der Jungen Union (JU) Koblenz-Montabaur in Neuwied. Nach einleitenden Worten durch den Bezirksvorsitzenden, Torsten Welling, ging es in die Diskussion „Kleine Schulen – flaches Land – große Zukunft“ um die Frage, wie wir uns eine Schule der Zukunft vorstellen.

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Als Diskussionsteilnehmer konnte die JU die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Bettina Dickes MdL, den stellvertretenden Vorsitzenden des Landeselternbeirats, Jürgen Saess, die Beigeordnete der OG Ochtendung, Laura Plitzko, Landtagskandidat Jörg Röder und den bildungspolitische Sprecher der JU, Jens Münster begrüßen, der die Runde moderierte. In einer teilweise sehr kontrovers geführten Diskussion erläuterten die Experten ihre Vorstellungen einer Schule der Zukunft.

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Für Landtagskandidat Jörg Röder ist die Schule der Zukunft vor allem eine flexible Schule. Dies sei mit der aktuellen rot-grünen Landesregierung jedoch nicht möglich: „Rot-Grün muss aufhören, die Schulen zu knechten. Aktuell gibt es viel zu viele Direktiven aus Mainz, die in den Schulen durchgesetzt werden müssen. Dies ist rein ideologisch begründet. Stattdessen muss man den Schulen mehr Freiraum geben, denn die Lehrpläne geben generell viel her.“

Dem konnte sich CDU-Bildungsexpertin Bettina Dickes nur anschließen: „In den Schulen herrscht zu wenig Freiheit!“ Für sie bedeutet „Schule der Zukunft“ vor allem Fairness und Vergleichbarkeit: „Alle Abiturabschlüsse, unabhängig von der Schulart, müssen vergleichbar sein. Es kann nicht sein, dass Schüler vom Gymnasium auf eine IGS wechseln, nur weil sie wissen, dass dort das Abitur mit einer besseren Note zu bekommen ist. Hier sind klare Bildungsstandards und zentrale Abschlüsse unabdingbar!“ Gleichzeitig beklagte Dickes den Umgang der rot-grünen Landesregierung mit Ideen der CDU-Opposition: „Wenn wir Ideen einbringen, werden sie meist ohne weitere inhaltliche Prüfung per se abgelehnt.“

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Während Jürgen Saess die Elternsicht vertrat, konnte Laura Plitzko aus der kommunalen Praxis berichten. Sie stellte das Konzept „BilBO“ der Verbandsgemeinde Maifeld vor. Dies steht für „Bildung – Begeisterung – Offenheit“ und umfasst eine flexible Kooperation von Schule und Jugendarbeit.

Bei der anschließenden Nominierung für den Deutschlandrat, wählten die Delegierten einstimmig Laura Plitzko aus Ochtendung als Kandidatin für das Amt. Gleichzeitig dankte Bezirkschef Welling Aline Kern für die geleistete Arbeit im Deutschlandrat in den vergangenen Jahren.

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Nach der Nominierung der Deutschlandtagsdelegierten standen abschließend die Antragsdiskussionen auf dem Programm. Im Fokus der vier Anträge: Eine Entzerrung der Ganztagsschule, BeGyS statt G8, Schulverbünde statt Schulschließungen und Bildungshäuser als Standortsicherung für Grundschulen und Kindergärten. Diese sollen nun am kommenden Wochenende an den Landestag in Ludwigshafen gestellt werden.